SELTERS – Mythos

Bereits um das Jahr Eintausend wurden die mineralhaltigen Quellen am nördlichen Hang des Taunus entdeckt. Ihr erfrischendes Mineralwasser war schnell über die Grenzen des Lahntals hinaus bekannt. Über Jahrhunderte wurde das mit dem „Nassauer Brunnensiegel“ versehene Selters an den vornehmsten Tafeln getrunken, selbst Könige und Kaiser ernannten es zu ihrem Tafelgetränk. Als die Quelle des ruhmreichen Wassers Anfang des 19. Jahrhunderts versiegte, rankten sich die Legenden um den „flüssigen Schatz“ weiter.

Einer Gruppe beherzter Bürger aus Selters an der Lahn ist es schließlich zu verdanken, dass Ende des 19. Jahrhunderts Bohrungen angeordnet wurden, um dem Mythos der Mineralwasserquelle auf den Grund zu gehen. Groß war der Jubel, als 1896 bei einer der Bohrungen schließlich unterhalb der Laneburg eine gewaltige Fontäne kristallklaren Wassers aus der Tiefe schoss.

Ein erster Brunnenbetrieb wurde gebaut und zu Ehren der letzten deutschen Kaiserin „Selters-Sprudel-Augusta-Victoria“ benannt. In schweren, exklusiven Tonkrügen wurde das köstliche Mineralwasser von dort aus in die ganze Welt verschifft – Selters wurde zum Inbegriff für Premium-Mineralwasser. Zwischen Sankt Petersburg und New York, London und Florenz fand das wohlschmeckende Selters in den besten Kreisen schnell Freunde. Auch heute noch heißt das prickelnde Vergnügen „Seltz suyu“ im Türkischen, „Selterskaja“ im Russischen oder „Agua de seltz“ im Portugiesischen.

Heute gehört das Original aus Selters an der Lahn auf jeden Tisch: Selters ist Genuss auf höchstem Niveau.